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Klinische Pharmakologie

Die klinische Pharmakologie und Toxikologie in der Onkologie befasst sich im Rahmen der frühen klinischen Studien vor allem mit der korrekten Dosisfindung sowie der Vermeidung unerwünschter Medikamenteneffekte (Nebenwirkungen) auf die Patientin resp. den Patienten. Für die korrekte Dosisfindung neuer Medikamente in der Onkologie sind häufig zusätzliche Untersuchungen notwendig, wie etwa die wiederholte Messung der Medikamenten-Konzentrationen im Blut, oder auch die Biopsie des Tumors, um die Effekte des Arzneimittels direkt im Tumor messen zu können. Solche Untersuchungen bedeuten für die betroffenen Patienten resp. Patietinnen eine gewisse Zusatzbelastung, sind aber von grosser Bedeutung, um sichere und wirksame Medikamente in der Onkologie zu entwickeln. Zusätzlich kümmert sich die klinische Pharmakologie und Toxikologie um so wichtige Aspekte wie die Vermeidung unerwünschter Wechselwirkungen zwischen Krebsmedikamenten untereinander, zwischen Krebsmedikamenten und weiteren Arzneimitteln, sowie zwischen Krebsmedikamenten und Nahrungsaufnahme. Im molekular-pharmakologischen Bereich befasst sich der klinische Pharmakologe mit der Aufklärung der Wirkungsmechanismen von Krebsmedikamenten, der Ursachen von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und vor allem auch den Ursachen der individuellen Reaktion von Patient und Patientinnen auf einzelne Krebsmedikamente. Letzteres kann zum Beispiel auf genetischen Ursachen beruhen, oder kann mit dem individuellen Stoffwechsel eines Patienten, Patientin zu tun haben. Hier kann der klinische Pharmakologe wesentlich zu einer sicheren und wirksamen onkologischen Behandlung innerhalb und ausserhalb klinischer Studien beitragen. Damit ist der klinische Pharmakologe ein wichtiger Partner im gesamten Behandlungsteam.

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